Montag, 20. Dezember 2010

Ljubljana und Warten auf Weihnachten

Kurz bevor ich mich auf dem weihnachtlichen Flug nach Hause mache, hier ein paar Impressionen aus Ljubljana. Ich war dort mit Julia und zwei Belgierinnen, Jasmien und Stefanie.
Ljubljana war total schön geschmückt und es gab einen riesigen Weihnachtsmarkt.
Stefanie, Julia und Jasmien
Von der Stadt aus kann man mit einer Art Seilbahn zur Burg hochfahren.
Der Blick von der Burg auf die Stadt
Die Burg
  
Von der anderen Seite
Der Ausflug nach Ljubljana war echt super und ich würde die Stadt jedem empfehlen.
Abgesehen davon hat Triest das nicht so wirklich drauf mit der vorweihnachtlichen Stimmung, jedenfalls nicht so toll wie Städte in Deutschland. Deswegen freue ich mich auf die Zeit zuhause! Der Koffer ist gepackt, morgen gibt es noch eine große Weihnachtsparty mit Wichteln und dann geht's los. Ich freue mich auf euch!

Dienstag, 16. November 2010

Besuch, Reisen und Uni

Da ich mich nun schon soooo lange nicht gemeldet habe, folgen im Telgrammstil die Ereignisse der letzten Wochen:

Besuch von Mama
Mitte Oktober kam Mama für ein paar Tage zu Besuch. Leider hat in diesen Tagen die Bora ganz fürchterlich getobt. Das ist ein Wind, der für diese Gegend typisch ist. Wenn die Bora wütet, kann man sich kaum noch draußen aufhalten, weil der Wind eiskalt ist und man fast weggepustet wird. Dadurch konnten wir natürlich ein paar Ausflugsziele nicht ansteuern, trotzdem haben wir das beste aus dem schlechten Wetter gemacht, inklusive einem Tag in Kärnten bei Fischers mit dem Mietwagen. Mama war auch ganz begeistert von Triest und ist bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen.
Uni-Leben
Inzwischen hat mich das Uni-Leben voll und ganz in seiner Hand. Im Moment besuche ich auch noch etwas mehr Kurse, als ich müsste, deswegen habe ich viel zu tun. Ich habe zwei Kurse über amerikanische Literatur, einen Englisch-Intensivkurs (sowas müssen wir in Dortmund auch einführen, da merkt man echt, dass man immer noch etwas dazu lernen kann, auch wenn man schon gut Englisch kann), einen Kurs über deutsche Literatur aber auf Italienisch und zwei Übersetzungskurse: Italienisch-Deutsch und Deutsch-Italienisch. Einige Kurse laufen schon seit Anfang Oktober und sind teilweise schon Ende Dezember/Anfang Januar zuende, einige haben gerade erst angefangen und gehen dann bis Februar. Insgesamt ist das Uni-Leben hier doch etwas chaotisch und vor allem für Ausländer sehr undurchsichtig, aber ich frage mich einfach immer durch und die meisten Dozenten lassen einem als Erasmusstudenten auch mehr durchgehen, zB später in einen Kurs einzusteigen. Außerdem gibt es keine Anwesenheitspflicht und da die Kurse dreimal in der Woche stattfinden, kann man ruhig einmal davon fehlen. Das muss ich auch manchmal, weil einige meiner Kurse parallel liegen. Wie gesagt, ein bisschen verwirrend und anders als in Deutschland. 
Erasmusleben
Inzwischen haben sich die Erasmusleute hier sehr gut vernetzt und es werden viele Aktivitäten organisiert, zu denen jeder mitkommen kann, zB Kneipen- oder Kinoabende. Ich war manchmal dabei, mache aber auch nicht alles mit. Am meisten unternehme ich mit Julia aus München, die ich hier kennen gelernt habe. Wir gehen auch zweimal in der Woche zum Sport, quasi als "Gegengewicht" zu den viele leckeren Sachen, die man hier essen kann... Ansonsten ist das Erasmusleben vieler hier schon so, wie man sich das vorstellt, viele Partys etc. Mir gefallen aber die gemütlichen Abende bei einem Glas Wein oder Aperol Spritz (das Szene-Getränk hier) besser, aber auch davon gibt es genug.

Für den Bericht über die Reise nach Rom und Florenz - auf "weitere Informationen" klicken.



Samstag, 16. Oktober 2010

Mein neues Zuhause

Hier kommen endlich mal ein paar Bilder aus meinem Zimmer und meiner WG:
 Ich hab die Wände mit Fotos und Ikea-Bildern verschönert.
 Das Regal und den Schreibtischstuhl habe ich mir gekauft, der Rest war schon im Zimmer.

 Das Regal füllt sich schon mit Büchern für die Uni...
 Meine Fotowand
 Bier-Lern-Plakat ;), darunter die WG-Regeln, der Putzplan und ein Crashkurs Deutsch für meine Mitbewohner.
 Die beste Erfindung für faule Leute: Ein Abtropfschrank! Finde ich super!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Barcolana

Inzwischen habe ich mich richtig gut eingelebt in Triest. In meinem Zimmer und in der WG fühle ich mich inzwischen wie zuhause und in Triest kenne ich mich mittlerweile schon ganz gut aus. Außerdem habe ich noch zwei nette Mädels aus Deutschland kennen gelernt. Zusammen mit Stefan, der mit mir aus Dortmund hier ist, haben wir in der letzten Zeit oft was unternommen. Ich genieße im Moment einfach die Situation, dass ich mich treiben lassen kann. Manchmal stehe ich morgens auf und habe noch nichts vor, und bin dann trotzdem den ganzen Tag unterwegs.
Abgesehen davon haben in dieser Woche meine ersten Kurse angefangen. Es waren erstmal nur Englischkurse, und sie haben mir sehr gut gefallen. Die Uni wird mich jetzt zeitlich doch etwas mehr einspannen. Das Gute ist aber, dass ich nur 5 Min bis zu meiner Fakultät brauche und deswegen morgens länger schlafen kann. :)
Dieses Wochenende war hier in Triest das Großereignis des Jahres: Eine Segelregatta mit dem Namen Barcolana. Bei herrlichem Wetter gab es viel zu entdecken. Aber dazu lasse ich am besten einfach die Bilder sprechen:
 Stefano hat für uns Fisch gekocht. Auf dem Bild: Stefano, Renata (aus Brasilien) und Jacopo.



 Stefano hat mir dann auch gezeigt, wie man den Fisch aufschneidet. Lecker war's!
 Bei der Barcolana kommen ganz viele Segelschiffe in den Hafen von Triest und das ganze ist verbunden mit einer Art Volksfest.
 Mitsegeln durfte ich leider nicht...




 Der Molo Audace, ein alter Kai. Hier trifft man sich zum Flanieren am Meer.

Das Schloss Miramare, umrahmt von Segelbooten.

Donnerstag, 23. September 2010

Neuigkeiten aus Triest

Sonnenuntergang in Triest
Aaaaalso inzwischen ist wieder sehr viel passiert hier. Christian musste leider wieder nach Hause fahren :(, ist aber heile zurück gekehrt. Mittlerweile kenne ich die Stadt schon sehr gut und konnte heute sogar schon einen Japaner herum führen, den mein Mitbewohner angeschleppt hat. Meine Mitbewohner nehmen mich auch jeden Abend irgendwohin mit, so dass es nie langweilig wird. Heute ist der erste Abend, an dem ich mal zuhause bleibe. Und da dachte ich, ich könnte mal ein bisschen was über die Stadt und über meine WG schreiben. 

Triest
Mir haben ja immer alle gesagt, dass Triest eine schöne Stadt ist, und die Fotos haben es ja auch schon gezeigt. Triest ist wirklich wunderschön, sowohl die Natur in der Umgebung und die Lage am Meer als auch die kleinen Gässchen mit den süßen Geschäften und die imposanten Gebäude aus der österreichischen Zeit. Außerdem kann man hier so lecker essen! Egal ob Eis, Pizza, oder einfach leckere Salami oder Schinken, das Essen ist einfach super! Es gibt auch an jeder Straßenecke ein Cafè oder eine Bar, wo man eine Kleinigkeit essen kann. An den Verkehr muss ich mich allerdings noch gewöhnen, und wenn ich am Ende meiner Zeit hier nicht vom Roller umgefahren wurde, mache ich drei Kreuze :)

Meine WG

Meine Mitbewohner + japanischer Besuch: Jacopo, Stefano, Taru (Japaner) und Giacomo
Ich habe leider immer noch nicht rausgefunden, wieso ich das Glück hatte, so unkompliziert an eine WG zu kommen. Wenn ich sehe, wie lange andere gebraucht haben, um ein Zimmer zu finden, bin ich wirklich froh. Meine drei Mitbewohner sind super nett und lustig. Da ist einmal Giacomo, der Physik studiert, Stefano, der bei einer Versicherung arbeitet und Jacopo, der BWL studiert. Stefano ist der normalste, Gicaomo ist ein bisschen kauzig, dabei aber echt nett. Er ist ein absoluter Feinschmecker und fragt jeden Ausländer, den er trifft, nach dessen Meinung zur aktuellen Regierung im jeweiligen Land. Jacopo ist der Chaot in der WG, weswegen ich mich zum Beispiel auch um seinen japanischen Freund kümmern musste, während er unterwegs war. Alle drei sind sehr nett und hilfsbereit und wir lachen auch viel zusammen. Außerdem ist in der WG immer viel Besuch. Ich glaube, es gab nur einen Abend, an dem kein Besuch da war bisher. Ich fühle mich echt wohl hier. Außerdem ist bis jetzt keins der Vorurteile über eine Jungs-WG wahr geworden: Im Kühlschrank ist nicht nur Bier und wir haben auch einen Putzplan. :)

Samstag, 18. September 2010

Die ersten Tage in Triest

Da in den letzten Tagen so viel passiert ist, werde ich einfach alles chronologisch erzählen. Am Mittwoch sind wir von Österreich aus nach Triest gefahren und hatten uns um sieben Uhr abends mit dem Vermieter vor dem Haus verabredet. Da wir aus Slowenien kamen, kamen wir quasi vom Berg aus in der Stadt an und konnten diese erstmal von oben betrachten. Dann ging es direkt hinein in das triestinische Verkehrschaos. Nachdem wir endlich in der Straße angekommen waren, nachdem wir uns ein paar Mal verfahren und Christian schweißnass geschwitzt war, stellten wir das Auto erstmal auf einen Supermarktparkplatz und warteten auf Vincenzo. Der kam -stilecht- auf einem Motorroller angesaust, gab mir die die Schlüssel und zeigte mit die Wohnung. Erstmal war nur ein Mitbewohner, Giacomo, da, die anderen kamen später. Den Abend verbrachten wir mit etwas auspacken und in der Küche mit den Leuten quatschen und etwas trinken. Man kann diese WG am besten mit einem Zitat von Jacopo, einem meiner Mitbewohner beschreiben: "Nicht nur Triest ist ein Hafen, auch diese Wohnung." So haben in der kurzen zeit hier schon Giacomos Cousine, Stefanos (der dritte Mitbewohner) Freundin, eine türkische Freundin von Jacopo, eine französische Freundin von Giacomo und natürlich Christian und ich hier gewohnt. Das macht aber nichts, denn die Wohnung ist sehr groß, und wenn man nach Hause kommt, sitzt immer jemand in der Küche, mit dem man reden kann, entweder auf Italienisch, Französisch oder Englisch. Die Wohnung liegt ideal: Die Piazza dell' Unita, der zentrale Platz der Stadt, liegt etwa 15 Minuten zu Fuß entfernt, meine Fakultät ist tatsächlich um die Ecke, und auch sonst sind hier unzählige Bars, Cafés und Geschäfte, mal ganz abgesehen vom Meer, das auch direkt um die Ecke ist.


Am Donnerstagmorgen haben wir uns dann zu Behördengängen aufgemacht. Erstmal musste ich zu so einer Art Einwohnermeldeamt, wo ich meinen "codice fiscale" bekommen habe, sowas wie eine Steuernummer, mit der ich hier zB meinen Miet- oder Handyvertrag unterzeichnen kann. Das war zwar eigentlich problemlos, nur haben wir sehr lange gebraucht, um es zu finden. Der Behördengang war also gleichzeitig eine kleine Stadttour. Dann haben wir etwas gebraucht, um ein Busticket zu kaufen, und heraus zu finden, wie man zum Hauptcampus der Uni kommt, wo ich mich anmelden musste. Dort haben wir noch etwas gegessen, und dann stundenlang darauf gewartet, dass ich mich endlich anmelden konnte. Das lief dann aber auch problemlos. Zwischendurch haben wir noch ein paar andere Erasmusstudenten kennen gelernt. Abends hat uns Giacomo dann eine gute Pizzeria empfohlen, wo es Pizza mit Büffelmozarella drauf gab. Überhaupt könnte ich über das Essen hier ein eigenes Kapitel schreiben ;) Dann haben wir uns mit Stefano und seiner Freundin Lara auf dem Piazza dell'Unita getroffen und er hat uns eine Enothek (Weinladen) und eine Kneipe gezeigt, inklusive kleiner Stadtführung. Der Abend war echt lustig.

Am Freitag habe ich dann meinen Mietvertrag unterschrieben und dann sind wir zu IKEA gefahren. Mein Zimmer ist zwar möbliert, aber nur sehr spärlich. Ich habe mir dann noch ein Bücherregal, einen Stuhl, einen Spiegel und diverse Kleinigkeiten gekauft. Auf der Fahrt hat Christian dann Spaß am italienischen Fahrstil gefunden: Dreistigkeit siegt. Wo sonst parken die Leute auf der Abbiegespur (!) und es gibt Halteverbotsschilder entlang der Leitplanke an der Autobahn? Zuhause angekommen, habe ich mein Zimmer erstmal schön gemacht. Am Abend haben wir wieder ein bisschen in der Küche zusammen gesessen.

Heute haben wir zum ersten Mal ausgeschlafen und sind bei fürchterlichen Regenwetter erstmal zuhause geblieben. Das Wetter war bisher übrigens sehr gemischt, von sehr heiß bis hin zu Regen und Wind. Dann haben wir noch einen Bummel durch die Stadt gemacht. Hier gibt es tolle Feinkostgeschäfte und auch Klamottengeschäfte! Ich glaube, ich komme arm nach Deutschland zurück. Heute Abend soll es hier einen Spieleabend geben. Mal schauen, wer dann hier noch alles in der WG auftaucht.
Das Fazit der ersten Tage: Am Anfang waren wir ziemlich erschlagen von der Hektik und Lautstärke hier :) Aber Triest ist wirklich wunderschön. Nachdem ich andere Erasmustudenten getroffen habe, habe ich auch verstanden, dass ich irgendwie unheimliches Glück mit diesem Zimmer gehabt habe, denn es ist echt schön und meine Mitbewohner sind supernett, zeigen mir alles und helfen mir bei allem. Mit der Sprache klappt es schon super und ich werde bestimmt keine Schwierigkeiten mit dem Italienisch-sprechen haben. Ich bin gespannt was die Zeit hier noch so mit sich bringt.
Hier ein paar Fotos:
Der Hafen bei mir um die Ecke :)
Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Motorroller gesehen.
Piazza dell'Unita

Der Blick aus meinem Fenster.

Der Weg nach Triest

Auf dem Weg nach Triest haben wir eine Nacht in Franken verbracht und dann zwei Nächte am Wörther See. Wir hatten super Wetter und haben unheimlich viel unternommen: Tretboot gefahren, auf dem Pyramidenkogel über den ganzen Wörther See geschaut, im Minimundus Nachbildungen von Gebäuden aus der ganzen Welt angeschaut, eine Bretteljause auf dem Sternberg gegessen und auf die Fischers auf dem Bauernhof besucht. Hier ein paar Eindrücke:



Samstag, 11. September 2010

Benvenuto - Willkommen auf meinem Italienblog!

Hier werde ich regelmäßig etwas über meine Italienaufenthalt schreiben. Morgen geht die Reise los und Mittwoch werde ich in Triest ankommen.