Dienstag, 16. November 2010

Besuch, Reisen und Uni

Da ich mich nun schon soooo lange nicht gemeldet habe, folgen im Telgrammstil die Ereignisse der letzten Wochen:

Besuch von Mama
Mitte Oktober kam Mama für ein paar Tage zu Besuch. Leider hat in diesen Tagen die Bora ganz fürchterlich getobt. Das ist ein Wind, der für diese Gegend typisch ist. Wenn die Bora wütet, kann man sich kaum noch draußen aufhalten, weil der Wind eiskalt ist und man fast weggepustet wird. Dadurch konnten wir natürlich ein paar Ausflugsziele nicht ansteuern, trotzdem haben wir das beste aus dem schlechten Wetter gemacht, inklusive einem Tag in Kärnten bei Fischers mit dem Mietwagen. Mama war auch ganz begeistert von Triest und ist bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen.
Uni-Leben
Inzwischen hat mich das Uni-Leben voll und ganz in seiner Hand. Im Moment besuche ich auch noch etwas mehr Kurse, als ich müsste, deswegen habe ich viel zu tun. Ich habe zwei Kurse über amerikanische Literatur, einen Englisch-Intensivkurs (sowas müssen wir in Dortmund auch einführen, da merkt man echt, dass man immer noch etwas dazu lernen kann, auch wenn man schon gut Englisch kann), einen Kurs über deutsche Literatur aber auf Italienisch und zwei Übersetzungskurse: Italienisch-Deutsch und Deutsch-Italienisch. Einige Kurse laufen schon seit Anfang Oktober und sind teilweise schon Ende Dezember/Anfang Januar zuende, einige haben gerade erst angefangen und gehen dann bis Februar. Insgesamt ist das Uni-Leben hier doch etwas chaotisch und vor allem für Ausländer sehr undurchsichtig, aber ich frage mich einfach immer durch und die meisten Dozenten lassen einem als Erasmusstudenten auch mehr durchgehen, zB später in einen Kurs einzusteigen. Außerdem gibt es keine Anwesenheitspflicht und da die Kurse dreimal in der Woche stattfinden, kann man ruhig einmal davon fehlen. Das muss ich auch manchmal, weil einige meiner Kurse parallel liegen. Wie gesagt, ein bisschen verwirrend und anders als in Deutschland. 
Erasmusleben
Inzwischen haben sich die Erasmusleute hier sehr gut vernetzt und es werden viele Aktivitäten organisiert, zu denen jeder mitkommen kann, zB Kneipen- oder Kinoabende. Ich war manchmal dabei, mache aber auch nicht alles mit. Am meisten unternehme ich mit Julia aus München, die ich hier kennen gelernt habe. Wir gehen auch zweimal in der Woche zum Sport, quasi als "Gegengewicht" zu den viele leckeren Sachen, die man hier essen kann... Ansonsten ist das Erasmusleben vieler hier schon so, wie man sich das vorstellt, viele Partys etc. Mir gefallen aber die gemütlichen Abende bei einem Glas Wein oder Aperol Spritz (das Szene-Getränk hier) besser, aber auch davon gibt es genug.

Für den Bericht über die Reise nach Rom und Florenz - auf "weitere Informationen" klicken.